![]() |
| Lage: |
Gethles liegt im Kleinen Thüringer
Wald und 5 km westlich von Schleusingen |
| Einwohner: |
416 |
| Vereine: |
|
| Feuerwehrverein Gethles |
|
| Firmen: |
|
Dammwildgehege Andre Eckhardt |
|
| Bautischlerei Kurt Stubenrauch |
|
| Schäferei Schrimpf |
|
| Malcolm Mc Lean Ranch |
![]() |
![]() |
|
| Gethles aus der Vogelperspektive |
Gethles vom Schmidt´s Hügel | |
![]() |
![]() |
|
| Gethles vom Rote Haag |
Gethles vom Kuhberg | |
Um 1360 wurde Getelinges
( Gethles ) das erste Mal in einem Salbuch schriftlich erwähnt. Das Dorf,
nach seinen Gründer Getelinges ( Niederlassung der Geteling ) benannt, wurde
als Haufendorf mit deutlichem Kern als Nestform angelegt. Um 1500 wird Getlings
dann zur Gütergemeinde und damit zur politischen Dorfgemeinde. 1539 wird
die Hennebergische Landesordnung eingeführt und Gethles erhält eine
Dorfsatzung. Während des 30 jährigen Krieges sterben in Gethles über
die Hälfte der Einwohner. Der Weinanbau in Gethles wird wahrscheinlich schon
während des 30 jährigen Krieges aufgegeben. 1691 wird am Kuhberg in
Gethles ein Bergwerk, die Zeche Eiserne Maske, gegründet. Im Januar 1709
wurde Gethles von solch einer Kälte heimgesucht, das viele Tiere und Menschen
erfroren. Der Bergbau in Gethles wird 1769 aufgegeben. Um 1794 Umfasste Gethles
23 Wohnhäuser und 123 Einwohner.
Am 9. Januar 1829 wurde Franz Sigleur
erster Lehrer in Gethles. 1840 umfasste Gethles 33 Wohnhäuser, 30 Ställe
und Scheunen, sowie 223 Einwohner. Ab 1840 gab es in Gethles eine Ziegelhütte,
die zwischen Kloster Veßra und Neuhof abgerissen wurde und dann in Gethles
wieder aufgebaut wurde. Ein neuer Versuch den Bergbau 1854 wieder aufzunehmen,
hatte keinen Erfolg. Im Jahre 1858 wird anstatt dem Maienfest zum ersten Mal Kirmes
gefeiert. Lehrer Pfeifer gründet 1862 einen Mänergesangsverein. Die
Gethleser Ziegelhütte muss 1882 ihren Betrieb einstellen, da sie dem Konkurrenzdruck
der neuen und moderneren Ziegelhütten in Schleusingen und Themar nicht gewachsen
ist. 1888 wird die Eisenbahnstrecke Themar - Schleusingen eröffnet und durch
den Haltepunkt Rappelsdorf ist auch Gethles mit der großen, weiten Welt
verbunden. In Gethles wird der Turnverein Germania gegründet. 1897 wurde
ein Militär- und Musikverein gegründet. 1898 wird eine Pflichtfeuerwehr
als militärische Einrichtung aufgestellt.
Ende März 1901 wird der
Schulneubau und der Wasserleitungsbau begonnen. Als die Schule fertig gestellt
wurde, pflanzte der Baumeister A. Fritz eine Kastanie. Diese ist heute noch ein
markanter Punkt auf dem Weg von Rappelsdorf nach Gethles. 1909 endlich gibt es
in Gethles einen Öffentlichen Fernsprecher. Als der 1. Weltkrieg beginnt
werden sofort 13 im Kriegsdienst ausgebildete Familienväter und Söhne
eingezogen. 1921 bricht die Maul- und Klauenseuche aus und richtet schwere Schäden
unter dem Großvieh an. Ab 1922 gab es nun auch Strom in Gethles. Am 30.
Mai 1925 wurde der Gemeindefriedhof durch Pfarrer Zahn eingeweiht.1928 wird erstmalig
ein Kinderfest gefeiert und soll ab da jährlich gefeiert werden. Die Pflichtfeuerwehr
wird aufgelöst und es bildet sich bis Ende des Jahres die Freiwillige Feuerwehr.
1929 hat der Radfahrerverein Sturmvogel seine Fahnenweihe und im Laufe diesen
Jahres hat sich der Kleinkalieberschießklub Diana gegründet. 1933 wird
der Radfahrerverein aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt. Das bisher
schwerste, bekannt gewordene Unwetter war das vom 6. Mai 1936. In diesem Jahr
wird auch ein Kriegerdenkmal für Gefallene des 1. Weltkrieges eingeweiht.1939
werden 59 Wohnhäuser und 360 Einwohner gezählt.
1943 sind bisher
120 Evakuierte und Bombengeschädigte untergebracht worden. Am 6.April 1945
rücken amerikanische Truppen in Gethles ein. 1946 fällt die 130 Jahre
alte Linde auf dem Dorfplatz einem Sturm zum Opfer. 1951 wird am Sportplatz ein
Schießstand errichtet und in der alten Schule wird ein Jugendzimmer seiner
Bestimmung übergeben. 1952 wird der Siedlerverein, als
Verein der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter gegründet.1958
wurden 100 Jahre Kirmes in Gethles gefeiert. 1961 wird ein Kindergarten in der
alten Schule eröffnet und Gethles feiert 600 jähriges Jubiläum
seit der ersten Erwähnung ihres Dorfes. Am 15. Juni 1966 entlud sich ein
schweres Gewitter über Gethles und 6 Scheunen brannten nieder. Da der Feuerlöschteich
schnell leer war, musste ein Schlauchleitung von der Schleuse bei Rappelsdorf
bis nach Gethles gezogen werden. Ein Buswartehäuschen wurde am alten Brunnen
im Unterdorf gebaut. Ab 1979 gibt es jetzt auch einen Konsum hier.
Die Eiche auf dem Schulhof wird 1984 50 Jahre alt. 1986 weihen die Gemeinde
und der Kleingartenverband ihr Mehrzweckgebäude ein. Weiterhin wird eine
Atennengemeinschaft gegründet. 1990 wird ein Frauenverein
und ein Feuerwehrverein gegründet. Ein offizieller Ballonstartplatz wurde
1993 in der Rössewiese eingeweiht. Am 1.Juli 1994 wurde Gethles eingemeindet
und ist nun Ortsteil der Stadt Schleusingen.
Mit dem Stichtag 31.12.1996 wohnen in Gethles 200 männliche und 204 weibliche
Einwohner. 1998 feiert man in Gethles 140 Jahre Kirmes und wie es aussieht
werden die Gethleser auch kein Ende finden. Die Löschgruppe Gethles erhält
1999 ein neues Feuerwehrauto. Das Denkmal für die Gefallen beider Weltkriege
wird saniert und erstrahlt am 19.11.2000 im neuen Glanz. Im Juli 2000 werden
640 Jahre Ersterwähnung von Gethles gefeiert. Die alte
Mosterei wird durch B. Eberwein 2000 wieder zum Leben erweckt. Die Kirmesgesellschaft
gründet im August 2001 einen Kirmesverein. Der Herrschekloeseverein Gethles e.V. wird 2005 gegründet. "Die Weinbergschnecken", eine Kabarettgruppe gründen sich.
Wenn Ihr mehr über Gethles erfahren wollt, dann meldet Euch einfach bei Günther Heß.
Hiermit
möchten wir ihm vielen, vielen Dank für die Bereitstellung der Ortschronik
und seine Hilfe sagen.